Unsere Aktionen

 

Der Rheuma Truck auf Tour!

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Rheuma ist behandelbar!

08. September - 12. Oktober 2009 (Welt-Rheuma-Tag)

Projektpartner:

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Der Rheuma Truck des Rheumazentrums Rhein-Ruhr:

Vom 08.09.2009 fuhr der Rheuma Truck durch die Region des Rheumazentrums Rhein-Ruhr (siehe Fahrplan). Was ist Rheuma, wie wird es festgestellt, wie behandelt? Welche Fortschritte gibt es zu Diagnose und Therapie von Rheumaerkrankungen? Im Truck wurde unter anderem ein RheumaCheck angeboten, ein Patientenfragebogen, der am Computer ausgewertet wurde und mit dem die Wahrscheinlichkeit an einer entzündlich rheumatischen Erkrankung zu leiden, abgeschätzt werden konnte.

Ebenso bot das Team des Rheumazentrums den sehr spezifischen Bluttest "rheumachec" der Firma Orgentec aus Mainz an: Den Besuchern wurde ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen und auf Rheumafaktor sowie MCV-Antikörper getestet. Das Testergebnis lag bereits nach 10 - 15 Minuten vor und konnte dem Besucher sofort mitgeteilt werden.

Ausgangssituation:

  • 1-2% der erwachsenen Bevölkerung sind von rheumatoider Arthritis betroffen, d.h. allein im Gebiet des RZ Rhein-Ruhr etwa 120.000 bis 240.000 Patienten.
  • Bei 40% entwickeln sich knöcherne Gelenkdefekte („Erosionen“) innerhalb der ersten 6 Monate, bei 60% innerhalb des ersten Jahres nach Krankheitsbeginn, bei mehr als 80% innerhalb der ersten 2 Jahre, bei 90% im Verlauf von 5 Jahren.
  • Der Behandlungserfolg ist abhängig vom Behandlungsbeginn: Je früher mit einer wirksamen Behandlung begonnen wird, umso besser für den Patienten. Das sog. therapeutische Fenster („window of opportunity“) mit den besten Behandlungsergebnissen liegt bei 12-24 Wochen nach Krankheitsbeginn. Dies bedeutet aber nicht, dass Rheumapatienten, die erst später einer Behandlung zugeführt werden, nicht auch hiervon profitieren.
  • Die Prognose der Erkrankung korreliert eng mit der Intensität der spezialisierten rheumatologischen Betreuung, d.h. der Behandlungserfolg ist abhängig von frühzeitiger und im Verlauf engmaschiger fachrheumatologischer Behandlung.

aber...

  • Die Erstvorstellung eines RA-Patienten beim Rheumatologen erfolgt in Deutschland im Mittel erst nach 1-2 Jahren.
  • In Deutschland besteht ein eklatanter Engpass in der rheumatologischen Versorgung durch spezialisierte internistische Rheumatologen. Die Anmeldefristen für neue Patienten liegen in den Schwerpunktpraxen und in den Ambulanzen der Rheumakliniken zwischen vielen Wochen und mehreren Monaten.
  • Eine der wesentlichen Ursachen dieser folgenschweren Situation ist: Die Öffentlichkeit hat ein falsches Bild von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. „Rheuma“ wird nahezu synonym mit hohem Lebensalter gesehen, dagegen beginnt entzündliches Rheuma - zumeist bei Frauen - um das 40. Lebensjahr und auch Kinder können schon an Rheuma erkranken.
  • Oft wird auch geglaubt, dass man Rheuma gar nicht gut behandeln kann. Dies ist aber nicht der Fall und die Behandlungsmöglichkleiten der Rheumatologen haben sich gerade in den letzten Jahren entscheidend verbessert.
  • Für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist also der schnelle Zugang zum Rheumatologen die Voraussetzung, um eine adäquate Therapie möglichst zeitnah zu erhalten.

Aktion des Rheumazentrums Rhein-Ruhr zum Welt-Rheuma-Tag:

Am 08. September starteten wir mit unserer Aktion „Rheuma Truck“ unter dem Motto: "Gemeinsam stark für die beste Versorgung" in Düsseldorf. Wir fuhren mit dem Truck bis zum 12. Oktober in 22 Städte der Region des Rheumazentrums, um dort der Bevölkerung jeweils an einem Tag Gelegenheit zu geben, sich über Symptome und Krankheitsbilder und den schnellen Weg zum Rheumatologen zu informieren. Rheumatologen aus der jeweiligen Region des RZ Rhein-Ruhr standen als so genannte „Truck-Paten“ an diesem Tag als Berater im Bus zur Verfügung. Wenn sich beim RheumaCheck im Bus der Verdacht auf das Vorliegen einer entzündlichen Rheumaerkrankung ergab, wurde ein kurzfristiger Untersuchungstermin bei einem Rheumatologen der Region angeboten, um die Diagnose überprüfen zu können und ggfls. eine Therapie einzuleiten.

Ziele der Aktion waren:

  • Über "Rheuma" aufklären und das Thema bekannter machen
  • Auf die frühen Anzeichen rheumatischer Erkrankungen aufmerksam machen.
  • Früherkennung durch den „Rheuma Check“ / “Rheuma-Check Rücken”
  • Neu Betroffenen den schnellen Weg zum Rheumatologen erleichtern, um das "Window-of-Opportunity" zu nutzen.
  • Das Rheumazentrum als Qualität in der Region bekannt machen: „Vernetzte Kompetenz in Ihrer Nähe“
  • Der Öffentlichkeit die Chancen und Möglichkeiten der modernen Rheumatologie nahebringen. Das althergebrachte Bild des Krankheitsbildes „Rheuma“ im Bewusstsein der Menschen verändern und auf den heutigen, modernen Stand anpassen: Rheuma betrifft auch junge Menschen! Rheuma betrifft nicht nur Gelenke!

Das Projekt Rheuma Truck wird von den Rheumatologen natürlich auch wissenschaftlich ausgewertet und die Ergebnisse nach Abschluss der Aktion veröffentlicht (u.a. auch auf dieser Web-Site).

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